TRS Praxis f�r Psychotherapie in Offenburg Ortenau Thomas Schulz

TRS Praxis für Psychotherapie HPG

Psychotherapie ist die, auf wissenschaftlichem Wege gefundene, besondere Form einer kontrollierten menschlichen Beziehung, in der der Therapeut die jeweils spezifischen Bedingungen bereitstellt, um für einen oder mehrere Patienten Veränderungen in Richtung einer Verminderung / Heilung von seelischem / körperlichem Leiden zu ermöglichen. Auch eine gleichzeitige persönliche Weiterentwicklung kann mit Psychotherapie verbunden bzw. ihr ausdrückliches Ziel sein. 

Integrative Psychotherapie, setzt sich aus verschiedenen Elementen der unterschiedlichen wissenschaftlichen Psychotherapieverfahren zusammen. Diese Verfahren können alleine oder kombiniert angewandt werden. Die integrative Psychotherapie setzt auf die Individualität eines jeden Menschen, um für ihn den bestmöglichen Therapieweg zu finden. So wird für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erstellt.

Was ist Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie ist eine anerkannte Methode der Psychotherapie in der Krankenversorgung. Sie legt mehr Gewicht auf die Veränderung der Gegenwart als auf die Aufarbeitung der Vergangenheit. In der Verhaltenstherapie führen Therapeut und Betroffener zusammen eine genaue Analyse der Probleme durch, die als Lerngeschichte aus der Vergangenheit gesehen werden kann. Problematisch ist ein Verhalten dann, wenn es aktuellen Erfordernissen nicht mehr gerecht wird. In anderen Fällen konnte in der Vergangenheit angemessenes Verhalten mangels Fähigkeiten oder geeigneter Handlungsmodelle nie oder nur unzureichend erlernt werden. (Fehl)-Verhaltensweisen und verzerrte Denkmuster werden in der Therapie systematisch identifiziert und durch günstigere ersetzt. 

Die Verhaltenstherapie verfügt zur Erreichung von Veränderungen und anvisierten Lösungen, neben dem Gespräch, über eine Vielzahl von bewährten Verfahren, die zum Teil auch außerhalb der Therapiesitzungen oder als Hausaufgaben im Anschluss an die Therapiesitzungen durchgeführt werden.

Traumatherapie:
Ein Psychotrauma ist eine seelische Wunde, die auf einzelne oder mehrere Ereignisse zurückgeht, bei denen im Zustand von extremer Angst und Hilflosigkeit die Verarbeitungsmöglichkeiten des Individuums überfordert waren.
Traumatische Erlebnisse sind Ereignisse, die außerhalb der normalen Erlebenswelt der meisten Menschen liegen. Dazu gehören Unfälle und Gewalterfahrungen (Überfall, Vergewaltigung, Misshandlung etc. oder deren Versuch), aber auch Entführung, Naturkatastrophen oder Kriegseinflüsse.
Diese Eindrücke und/oder Erfahrungen damit sind so ungewöhnlich und belastend, dass die meisten Menschen damit überfordert sind, solche Erlebnisse richtig zu verarbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst Betroffener, oder "nur" Zeuge des traumatischen Ereignisses, z. B. eines Flugzeugabsturzes war, oder aber als Helfer an den Ort des Geschehens gerufen wurde.
Nach einer traumatischen Erfahrung ist es ganz natürlich, dass körperliche und psychische Funktionen aus dem Ruder laufen. Fast alle Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben zeigen eine starke akute Belastungsreaktion und ca. 25 Prozent entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung (PTB). Das heißt: starke psychische und auch körperliche Reaktionen auf ein Trauma sind die "normale", da häufig auftretende Reaktion auf außergewöhnliche Erlebnisse. Dabei kann es in seltenen Fällen auch vorkommen, dass die Beschwerden dem belastenden Ereignis erst nach Wochen oder Monaten folgen.

In diesen Fällen ist dann eine spezielle Traumatherapie dringend erforderlich.

EMDR ist ein Therapiekonzept aus der Psychotraumatologie. EMDR bedeutet: Eye Movement Desensitization and Reprocessing und wird erfolgreich bei Angstzuständen und nach Traumata eingesetzt. Diese Psychotherapiemethode wurde von Dr. Francine Shapiro 1987-1991 entwickelt.
Hierbei wird eine Serie von Augenbewegungen, ähnlich den REM-Phasen beim Träumen, ausgelöst. Dadurch werden die Gehirnströme verändert und beim Patienten ein Heilungsprozess eingeleitet. Mit EMDR soll eine Integration der mit dem Trauma verbundenen Emotionen und Empfindungen erreicht werden. 

Synergetisches EMDR verbindet die Wirkweisen der klassischen EMDR- Arbeit mit den kreativen Lösungsmöglichkeiten anderer therapeutischer Methoden. 
Hierzu zählen:
- Psychokinesiologie
- Systemische Aufstellungsarbeit
- Provokative Therapie
- K.I.P. (Katathym imaginative Psychotherapie)
- Hypnotherapie
... um nur einige Verfahren zu nennen.
Durch das Zusammenfügen zweier unterschiedlichen Komplexe entsteht etwas vollkommen Neues und Einzigartiges. 
Die Wirkung herkömmlicher therapeutischer Arbeit lässt sich so um ein Vielfaches intensivieren.


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Psychosomatik
Unter Psychosomatik (aus dem Griechischen: Psyche „Seele“; Soma „Körper“) versteht man, die Wechselbeziehungen zwischen seelischen, körperlichen und sozialen Vorgängen.
Verallgemeinernd kann man davon sprechen, sich nicht dem Körperlichen weniger, sondern dem Seelischen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Der psychosomatische Ansatz trifft heute auf ein medizinisches System, das in vielen Bereichen nach dem Kausalitätsprinzip einer Krankheit jeweils eine bestimmte Ursache zuordnet. Entsprechend wird der Begriff „psychosomatisch“ sowohl von Laien als auch von Vertretern der Medizin häufig nicht in seiner ursprünglichen Bedeutung verstanden, sondern mit „psychogen“ gleichgesetzt. Patienten, die an körperlichen Symptomen leiden, fühlen sich dann missverstanden und oft als „eingebildete Kranke“ oder Simulanten stigmatisiert.
Oft dauert es sehr lange, bis somatoforme Störungen als solche erkannt werden. Studien zeigten, dass manche Patienten über 100 ärztliche Kontakte hinter sich hatten, ehe sie erstmals an einen Psychotherapeuten überwiesen wurden. Dies liegt unter anderem daran, dass die Patienten selbst die psychische Komponente ihrer Beschwerden nicht akzeptieren wollen und können; auch deswegen, weil die Art und Weise ihrer Beschwerden mitunter allein auf körperliche „Fehlfunktionen“ hinzuweisen scheinen.

Psychologische Schmerztherapie hat zwischenzeitlich einen festen Stellenwert im multimodalen (fachübergreifende) Therapiekonzept zur Behandlung chronischer Schmerzen. Ziel der psychologischen Schmerztherapie (PST) ist es, sowohl die Schmerzempfindung als auch die mit Schmerzen verbundenen Einschränkungen im Erleben und Verhalten zu verringern. Die PST orientiert sich dabei an bewährten psychologischen Behandlungsprinzipien und an Erkenntnissen aus der aktuellen psychologischen und medizinischen Schmerzforschung.

Warum psychologische Schmerztherapie?
Ziel psychologischer Schmerztherapie ist es, den Patienten zur einer Kompetenz im Umgang mit den Schmerzen und deren Folgen zu verhelfen.
Psychologische Schmerztherapie hat nichts mit "psychisch krank sein" zu tun, sondern ist ein zusätzliches Angebot, mit den bestehenden Schmerzen umzugehen, und die notwendige medizinische Behandlung dadurch nicht beeinträchtigt ist, sondern weitergeführt wird.
Durch Verhaltenstherapie und Hypnotherapie können Veränderungen erzielt werden, die auch zur Schmerzerleichterung führen.

Psychoonkologie:Der Begriff der Psychoonkologie umschreibt eine (noch) relativ neue interdisziplinäre Form der Psychotherapie bzw. klinischen Psychologie, welche sich mit den psychisch-psychosozialen Ursachen, Folgen und Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung (onkologische Erkrankung) befasst. Die Psychoonkologie beginnt bei der Untersuchung psychosozialer Faktoren bei Entstehung und Auslösung von Krebserkrankungen (Psychoimmunologie). Sie beobachtet die Art, wie Kranke mit dem Umstand an Krebs erkrankt zu sein, umgehen, sowie die Reaktionen des persönlichen Umfeldes der betroffenen Person. Sie dient zur Begleitung während der Therapie, während längerer Krankenhausaufenthalte, bei Rehabilitation und Nachsorge, als psychisch-psychotherapeutische Unterstützung chronisch Kranker.

Psychoonkologische Therapie
Krebserkrankungen stürzen die Betroffenen in eine tiefe Lebenskrise und rufen häufig Angst und Depressionen hervor, wie alle Erkrankungen, die das Leben bedrohen. Das führt dazu, dass das Immunsystem geschwächt wird und die Heilung erschwert werden kann.
Wir wissen heute, dass Optimismus, Zuversicht und Lebensfreude die Abwehrkräfte stärken können.
Jedoch ist für viele Krebskranke diese Gefühlswelt angesichts der lebensbedrohlichen Erkrankung verschlossen. Eine gezielte therapeutische Begleitung ist hier erforderlich.

Neben der Verhaltenstherapie werden Hypnotherapie und imaginative Techniken speziell als therapeutisches Konzept im Rahmen einer psychoonkologischen Therapie in meiner Praxis eingesetzt.

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Hypnotherapie (klinische Hypnose), begrifflich zusammengesetzt aus "Hypnose" und "Therapie", ist eine Richtung der humanistischen Psychotherapie. Die Hypnose ist der eine Teil, die therapeutische Arbeit der andere. In diesen therapeutischen Teil fließen Elemente aus Verhaltens- und/oder kognitiver Therapie mit ein. Sie wird sehr erfolgreich in der psychologischen Schmerztherapie und der psychoonkologischen Therapie angewandt. Die Hypnotherapie (klinische Hypnose) ist ein anerkanntes Therapieverfahren und darf nur von speziell ausgebildeten Therapeuten angewandt werden, die eine entsprechende Zulassung (Approbation oder HPG) im Bereich der Psychotherapie haben. Hypnose und Hypnotherapie ist ein anerkanntes Behandlungsverfahren in Psychotherapie und Medizin. Hypnose hat als therapeutisches Verfahren eine lange Tradition. Seit Jahrtausenden sind Suggestionen und Trance-Rituale wichtige Bestandteile von Heilungsprozessen, deren Bedeutung in der modernen Psychotherapie und Medizin zunehmend wieder erkannt wird.

Subjektiv wird der hypnotische Trancezustand vom Patienten in der Regel als Tiefentspannung empfunden, wobei manchmal lebhafte innere Bilder oder Gefühle zugänglich werden, die als wesentlich intensiver und "realer" wahrgenommen werden, als im Wachzustand. Suggestionen werden in Trance leichter angenommen und können für Heilungsprozesse benutzt werden.

Direkte und indirekte Suggestionen öffnen den Zugang zu verborgenen Fähigkeiten und unbewussten Potentialen. Der Patient erfährt in Trance, dass er über innere Ressourcen verfügt, von denen er vorher nichts wusste.

Hypnose kann eigenständig oder in Kombination mit anderen Verfahren zur Therapie von psychischen, psychosomatischen oder körperlichen Störungen eingesetzt werden.

Die psychotherapeutische Anwendung der Hypnose wird als "Hypnotherapie" bezeichnet, im medizinischen Bereich spricht man von "Klinischer oder Medizinischer Hypnose".

Was zeichnet den hypnotischen Trancezustand aus?

Im Unterschied zum Wachzustand erlebt ein Mensch in einer hypnotischen Trance traumartig, also mehr in Bildern. Seine Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet. Dadurch ist er empfänglicher für eine bildhafte, symbolische Sprache bei der Suggestion, für Vergleiche, Märchen und Analogien. Der Therapeut kann durch Suggestionen und Metaphern der inneren Realität des Patienten Impulse geben. Die äußere Realität tritt für den Patienten in den Hintergrund. Dieser Zustand lässt sich mit Tagträumen, Meditation oder tief versunkenem Lesen vergleichen.

In Trance ist die unterschwellige Wahrnehmung geschärft. Auch im Wachzustand nimmt der Mensch viel mehr Informationen auf, als in sein Bewusstsein eindringen. Wir sind zum Beispiel auf einer Party in der Lage, uns auf ein Gespräch mit einer bestimmten Person zu konzentrieren. Fällt jedoch in der Nähe der eigene Name, horchen wir sofort auf. In der Hypnose wird mit solchen unbewussten Kommunikationsformen gezielt gearbeitet.

Ein weiteres Phänomen der hypnotischen Trance sind "dissoziative" Prozesse. Beispielsweise führt der Patient eine Bewegung unabhängig von seiner bewussten Wahrnehmung aus, es hebt sich etwa auf eine Frage des Therapeuten wie von selbst ein Finger, oder der Patient schreibt etwas, ohne zu bemerken, dass bzw. was er schreibt.


Bedeutet Hypnose willenlose Fremdbestimmung?

Die moderne Hypnose sieht den Patienten als Kooperationspartner und aktiven Gestalter seiner Trance.-Prozesse. Es geht nicht darum, den Patienten zu manipulieren, sondern ihm Möglichkeiten zu eröffnen, latente Fähigkeiten nutzbar zu machen.


Physiologische Veränderungen unter Hypnose

In Trance treten gut erforschte physiologische Veränderungen auf. Dazu zählen die Erniedrigung von Muskelspannung, Herzfrequenz und Blutdruck, eine regelmäßigere und langsamere Atmung, eine veränderte Aktivierung bestimmter Hinrareale, eine Abnahme des Stresshormonspiegels, Veränderungen im Blutbild sowie eine geringere Aktivierbarkeit von Reflexen.

Hypnose ist in der Lage, physiologische Stressreaktionen zu beeinflussen. Dadurch stellt sie eine wirksame Behandlung bei Erkrankungen dar, die durch psychische Belastung verursacht oder beeinflusst werden.

 

by sevenit